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Ausstellung Offener Prozess

Die Ausstellung Offener Prozess widmet sich dem NSU-Komplex. Sie nimmt dabei die Ost-Deutsche Realität, insbesondere in Sachsen, zum Ausgangspunkt, um eine Geschichte des NSU-Komplexes zu erzählen, die von den Migrationsgeschichten und den Kontinuitäten rechter und rassistischer Gewalt und des Widerstandes dagegen ausgeht. Mit dem Ansatz eines “lebendigen Erinnerns” rückt sie marginalisierte Perspektiven in den Mittelpunkt. Darüber hinaus nimmt sie strukturellen und institutionellen Rassismus ins Visier. Künstlerische Beiträge von Harun Farocki, Hito Steyerl, belit sağ, Želimir Žilnik, Ulf Aminde und Forensic Architecture u.a. widmen sich den Lebensrealitäten von Gastarbeiter:innen, Migrationsgeschichten, dem Alltag in Deutschland und der rechtsterroristischen Gewalt wie dem Alltagsrassismus. Aktivistische Initiativen erinnern an diejenigen, die Opfer dieser Gewalt geworden sind und sind die lauten Stimmen derer, die sich dagegen zur Wehr setzen. Zuhören wird hier als politische Praxis verstanden, Erinnern als Prozess. Diese Ausstellung fordert auf zum Handeln.

Begleitet wird die Ausstellung von einem Vermittlungs- und Diskursprogramm. Zusätzlich können die Inhalte in der Webausstellung angeschaut werden. Der Ausstellungsraum wird um eine Interaktive Karte sowie einen Chatbot (Messenger-Dienst) erweitert.

Die Ausstellung ist entstanden im Rahmen des Projekts Offener Prozess – NSU- Aufarbeitung in Sachsen des ASA-FF e.V unter Leitung von Hannah Zimmermann und Jörg Buschmann. Das Kurator:innenteam Ayşe Güleç und Fritz Laszlo Weber hat im Auftrag des Projekts Offener Prozess das künstlerische, gestalterische und kuratorische Konzept der Ausstellung entwickelt. Irène Mélix ist verantwortlich für die Ausstellungsproduktion und die Konzeption der Webausstellung. Für das Vermittlungsprogramm sowie die politische Bildungsarbeit im Kontext der Ausstellung sind Ayşe Güleç, Juliane Phieler und Hannah Zimmermann verantwortlich.

 

Termine

29.09. – 07.11.2021
Neue Sächsische Galerie, Chemnitz

Mo – So: 11:00 – 17:00 Uhr
Di:  bis 19:00 Uhr
Eintritt frei

02.10. – 12.12.2021
Maxim Gorki Theater, Berlin

Mo – Fr: 16:00 – 22:00 Uhr
Sa + So: 12:00 – 22:00 Uhr
Eintritt frei

18.11. – 12.12.2021
La Vallée, Brüssel

Diskursprogramm

Erinnerungskultur und die Rolle der Kunst

Artist Talk mit Hito Steyerl & Ayşe Güleç

Hito Steyerl ist Professorin für Experimentalfilm und Video. In Ihren künstlerischen Arbeiten setzt sie sich mit postkolonialer Kritik und feministischer Repräsentationslogik auseinander. Ayşe Güleç, Kuratorin der Ausstellung Offener Prozess, forschende Aktivistin an den Schnittstellen von Kunst(-vermittlung), Antirassismus und Migration, zählt zu den Schlüsselfiguren der documenta. 

In der Ausstellung zeigen Güleç und Steyerl Erfahrungen Betroffener rechter Gewalt. Sie diskutieren im Artist Talk Notwendigkeiten und Schwierigkeiten von politischen und aktivistischen Interventionen in die Erinnerungskulturen und in künstlerische Räume. Konkretisiert wird die Rolle der Kunst beim Erinnern an antisemitisch motivierte Progrome und Taten.

Freitag, 22.10.2021, 19 Uhr, kostenfreies Angebot

Die Veranstaltung findet online statt. Die Zugangsdaten werden auf https://offener-prozess.de/blog/ veröffentlicht.

Gastarbeit/Vertragsarbeit & Inventur/Inventur 2021  Was hat sich verändert?

Artist-Talk mit Želimir Žilnik & Pınar Öğrenci

Želimir Žilnik ist serbischer Filmemacher und Regisseur von Inventur. 1975 stellen die Bewohner:innen der Metzstraße 11 in München im Treppenhaus vor der Kamera vor.  Das Treppenhaus, transformiert Žilnik in diesem Setting zu einem intimen wie auch kollektiven Raum der Begegnung. 

Die in Berlin lebende Künstlerin und Dozentin Pınar Öğrenci hat einen Hintergrund in Architektur, der ihre poetischen und experimentellen Videoarbeiten und Installationen beeinflusst. Sie sind zugleich dekoloniale und feministische Lesarten aus sozialer, politischer und anthropologischer Forschung. Ihre Arbeit für die diesjährige Ausstellung ist die Neufassung der Arbeit von Žilnik, die in München gedreht wurde. 

Im Gespräch diskutieren wir sowohl die Kontinuitäten als auch Veränderungen der Lebensrealitäten von Gastarbeiter:innen und Vertragsarbeiter:innen in Verbindung mit Inventur 2021.

Samstag, 29.10.2021, 19 Uhr, kostenfreies Angebot 

Die Veranstaltung findet online statt. Die Zugangsdaten werden auf https://offener-prozess.de/blog/ veröffentlicht.

Je nach Coronalage findet der Artist Talk online statt. Informieren Sie sich dazu bitte unter: https://offener-prozess.de/blog/
Die Veranstaltungssprache ist Englisch.

Anmeldung über: offener-prozess@asa-ff.de

Zustand und Gelände – Eine Filmvorführung mit Kommentierungen und Gespräch

13 Veranstaltungen an zwölf Orten: Wir laden mit unseren Kooperationspartner:innen zur Vorführung des mehrfach preisgekrönten Dokumentarfilms Zustand und Gelände und das Publikum zur Auseinandersetzung mit der Geschichte des NS und dem schwierigen Gedenken ein, insbesondere mit der Geschichte der frühen Konzentrationslager in Sachsen sowie den Erinnerungskulturen nach 1945. Institutionelle und individuelle Forschungsvorhaben und Projekte, gerade auch zivilgesellschaftlicher Akteur:innen, werden vorgestellt, das Publikum ist zur Diskussion eingeladen.

Dabei geht es auch um das Gedenken an Verbrechen des NSU. 

Im Anschluss an den Film diskutieren lokale Erinnerungsakteur:innen der Geschichtswerkstatt Sachsenburg, Hannah Zimmermann vom Projekt Offenen Prozess und die Regisseurin Ute Adamczewski. 

Freitag, 05.11.2021, 17 Uhr, Eintritt frei

TIETZ, Moritzstraße 20, 09111 Chemnitz; 3. OG

Anmeldung über: Kursprogramm der VHS Chemnitz

Eine Kooperation des ASA-FF e.V. mit der Geschichtswerkstatt Sachsenburg ,der VHS Chemnitz und der Sächsischen Landesarbeitsgemeinschaft Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus (SLAg). Weitere Informationen zur gesamten Filmtour in Sachsen (Juli-November 2021) auf www.slag-aus-ns.de.

Ausstellungsrundgang Offener Prozess in Gebärdensprache

In Zusammenarbeit mit dem Gehörlosenverband bieten wir Vermittlung in der Ausstellung in Gebärdensprache an.

Mittwoch, 14.10.2021, 14 Uhr & Samstag, 06.11.2021, 11 Uhr

Neue Sächsische Galerie, Moritzstraße 20, 09111 Chemnitz

Anmeldung über: frauke.wetzel@asa.ff.de

Eine Kooperation des ASA-FF e.V. mit dem Stadtverband der Gehörlosen Chemnitz e.V..

Erinnern heißt Verändern. Podiumsdiskussion zur Entstehung eines Gedenkortes an die Opfer des NSU in Chemnitz

Ulf Aminde, Elif Kubaşık, Serpill Temiz Unvar, Sven Schulze (angefragt). Moderation: Hannah Zimmermann

In allen Städten mit Bezug zum NSU-Komplex gibt es bereits Gedenkorte und Mahnmale an die Opfer des NSU. Die Schaffung von Erinnerungsorten war jedoch häufig damit verbunden, dass Interessen der Angehörigen kein Gehör fanden, oder wenig innovative Formate wie Gedenksteine geschaffen wurden. Die Podiumsdiskussion ist ein Auftakt für die Frage: Wie kann der Prozess für einen Erinnerungsort an die NSU-Opfer in Chemnitz aussehen? Es diskutieren: Elif Kubaşık, die als Frau des NSU-Mordopfers Mehmet Kubaşık oft Kritik an den entstandenen Gedenkorten geübt hat. Ulf Aminde, der als Künstler den Entwurf für das Keupstraßenmahl „Herkesin Meydanı — Platz für Alle“ erarbeitet hat. Serpill Temiz Unvar, die als Mutter des ermordeten Ferhat Unvar mit der Bildungsinitiative „Ferhat Unvar“ das Gedenken aufrecht erhält.

Sonntag, 07.11.2021, 16:30 Uhr, Eintritt frei

Neue Sächsische Galerie, Moritzstraße 20, 09111 Chemnitz

Je nach Coronalage findet die Podiumsdiskussion online statt. Informieren Sie sich dazu unter: https://offener-prozess.de/blog/

Anmeldung über: offener-prozess@asa-ff.de

Sonische Segregationen – Mikrofonierung im NSU-Komplex 

Vortrag von Professor Johannes Saleim Ismaiel-Wendt

In seiner Arbeit verhandelt Professor Johannes Salim Ismaiel-Wendt  Fragen zu sonischer Segretation im NSU-Prozess, indem er das auditive Dispositiv im Rahmen und insbesondere die Wechselwirkung durch die Mikrofonierungsanlage im Prozesssaal untersucht.

Eine-Stimme-haben, Für-sich-sprechen-Können, Gehört-werden sind stets abhängig von gesellschaftlichen Machtpositionen. Der inhaltliche und künstlerische Schwerpunkt seine Arbeit liegt auf den Ambivalenzen des Hörbaren, sowie den postkolonialen Dimensionen von Akustik, Stimmen und Klängen. 

Sonntag, 07.11.2021, 19 Uhr

Die Veranstaltung findet online statt und wird im NSG live übertragen.
Die Zugangsdaten werden auf
https://offener-prozess.de/blog/ veröffentlicht.

Ausschlussklausel

Ausgeschlossen von allen oben aufgeführten Veranstaltungen sind Personen, die neonazistischen Parteien oder Organisationen angehören, der neonazistischen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtenden Äußerungen in Erscheinung getreten sind. Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und diesen Personen den Zutritt zu den Veranstaltungen zu verwehren oder sie von dieser zu verweisen.

Förderungen

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