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Offener Prozess - Podcasts

Lesung: Die Ältesten

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Texte aus Gesprächen mit Seniorinnen und Senioren aus Chemnitz über Erinnerung, Verlust und gesellschaftlichen Wandel

In einer öffentlichen Lesung präsentierten die Dramaturgin Kerstin Behrens, die Schauspielerin Katharina Behrens und der Leipziger Schauspieler Ulrich Wenzke Texte aus dem Rechercheprojekt DIE ÄLTESTEN. Grundlage der Lesung sind Gespräche mit Seniorinnen und Senioren aus Chemnitz.

Während ihrer Residency im Dokumentationszentrum zum NSU-Komplex Offener Prozess suchten Ella Ziegler (Künstlerin, Kuratorin) und Stefanie Kulisch (Fotografin) von September bis November 2025 den Dialog mit Senior:innen in Bürger:innentreffs, Pflegeeinrichtungen, im betreuten Wohnen, in Cafés und in privaten Wohnungen in Chemnitz.

DIE ÄLTESTEN ist eine dokumentarische, fotografische und ethnografische Recherche. Begegnungen, Gespräche und Memorabilia aus der Vergangenheit werden im Dialog neu gelesen, interpretiert und in gegenwärtige gesellschaftliche Kontexte gestellt.

Die Fotografien von Stefanie Kulisch begleiten diese Stimmen mit Zurückhaltung und Aufmerksamkeit. Sie halten Begegnungen, Räume, Gesten und Spuren des Erinnerns mit Sorgfalt fest und treten mit den Texten in einen sensiblen Dialog.

Ella Ziegler ist Künstlerin, Kuratorin und Vermittlerin und arbeitet an der Schnittstelle von Kunst, ethnografischer Forschung und Wissenschaftskommunikation. Ziegler arbeitet mit partizipatorischen Formaten und künstlerischen Interventionen im Alltagskontext, die öffentliche Räume und soziale Infrastrukturen in lebendige Resonanz- und Erfahrungsräume transformieren.

Stefanie Kulisch ist eine Künstlerin, die an den kulturellen Schnittstellen zwischen den Rändern Berlins und Brandenburgs arbeitet. Durch die Verwendung einer Vielzahl von Medien wie Fotografie, Video, Poesie und Archivmaterialien untersucht Stefanie die Bedingungen von (Ko)-Existenzen, wobei sie sowohl die individuellen als auch die kollektiven Erfahrungen einbezieht.

Es lesen die Schauspieler:innen Kerstin und Katharina Behrens, sowie Ulrich Wenzke:

Kerstin Behrens, geboren in Laage (Mecklenburg), ist seit der Spielzeit 2017/2018 Dramaturgin am Staatsschauspiel Dresden.

Katharina Behrens ist freischaffende Schauspielerin und Intimacy-Koordinatorin. Geboren in Meiningen, lebt sie mit ihrem Sohn in Berlin.

Ulrich Wenzke, geboren und aufgewachsen in Potsdam-Babelsberg arbeitet er heute als Therapeut und ist parallel als Schauspieler aktiv. Ulrich Wenzke lebt seit 2006 mit seiner Familie in Dresden.

Die Veranstaltung wurde am 7.02.2026 aufgezeichnet.

Fishbowl-Diskussion: Was bleibt vom Sommer 2018?

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Fishbowl zu Perspektiven der Zivilgesellschaft auf die rassistische Mobilisierung 2018

Im August/September 2018 kam es in Chemnitz nach einem Tötungsdelikt zu massiven Protesten und rassistischen Ausschreitungen rechter und rechtspopulistischer Gruppierungen. Menschen mit vermeintlichem Migrationshintergrund wurden körperlich angegriffen, rassistisch beleidigt und durch die Straßen gejagt. Die Stadt geriet über Nacht in den Fokus der (inter-)nationalen Medienaufmerksamkeit. Zu den von rechten Akteur:innen organisierten Aufmärsche reisten bis zu 6.000 Teilnehmer:innen aus Chemnitz, der Umgebung sowie dem gesamten Bundesgebiet an. Sie markierten einen öffentlichen Schulterschluss zwischen AfD und Neonazis.

Dieses in der jüngsten Geschichte der Stadt einschneidende Ereignis möchten wir mit dem offenen Diskussionsformat „Fishbowl“ kritisch beleuchten. Wir diskutieren die Ursachen, den Umgang der Stadt mit dem Geschehen sowie die Rolle von Polizei und Medien. Im Austausch mit dem Publikum wollen wir Erfahrungen und Auswirkungen sammeln, aber auch zivilgesellschaftliche Reaktionen in den Blick nehmen. Mit Bezug auf die Kulturhauptstadt Europas 2025 wird gefragt: Was hat sich in Chemnitz seitdem getan?

In einer Fishbowl geben die Expert:innen mit ihrem Fachwissen den inhaltlichen Rahmen vor, während die Moderation interessierte Teilnehmende ermutigt, sich mit ihren unterschiedlichen Stimmen zu beteiligen und somit den Diskurs stetig fortzuführen.

Gäste:

Julia Voigt engagiert bei #wirsindmehr, einer Initiative gegen Rechtsextremismus und für eine offene Gesellschaft, welche auf die Gewaltmobilisierungen mit einem vielbeachteten, öffentlichen Konzert reagierten

Prof. Dr. Frank Asbrock TU Chemnitz, Sozialpsychologe, forscht zu Vorurteilen und Diskriminierung und hat in seiner Studie „Die Situation in Chemnitz – Stimmungen nach dem August 2018” untersucht, wie sich die Ereignisse im Spätsommer 2018 auf das Gefühl von Sicherheit, Bedrohung und das Kontaktverhalten der Chemnitzer:innen ausgewirkt haben.

Dr. Kati Lang Rechtsanwältin, vertritt und unterstützt Betroffene rechter und diskriminierender Gewalt, speziell die Betroffenen der rassistischen Mobilisierungen von damals.

Moderation: Caroline Galvis

CPPD podcastepisode „Erinnerungsfutur“:
Paneldiscussion „Practices of Remembrance in Digital Spaces“

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This podcast episode is a recording of the panel discussion „Practices of Remembrance in Digital Spaces“ with Dr Jonas Fegert (@jonasfe ), Nhi Le (@nhile_de ) and Susanne Siegert (@keine.erinnerungskultur ) , moderated by Benjamin Fischer (@bennympfischer ), which took place on 8 October 2025 as part of the CPPD festival ‘MEMORY MATTERS’ at OFFENER PROZESS – a documentation centre on the NSU complex in Chemnitz.

Digitalisation opens up new possibilities for the culture of remembrance – from AI-supported interviews with contemporary witnesses to holographic encounters and globally accessible digital archives. At the same time, new challenges arise. As this year’s European Capital of Culture, Chemnitz is a city of contrasts – characterised by lively diversity and, at the same time, by the challenges of a violent past. The Offener Prozess – a documentation centre on the NSU complex – embodies this engagement with local history and offers a special setting for discussing the future of remembrance culture and exploring digital methods without compromising the integrity or significance of physical places of remembrance. The experts address the question of how digital methods can transform the culture of remembrance. They discuss both opportunities – such as new approaches to historical experiences or innovative communication formats – and risks, such as questions of authenticity, manipulation or the use of private platforms.

In ERINNERUNGSFUTUR, scholars, artists, intellectuals, and activists share their work and perspectives on cultures of remembrance in Germany and Europe. This series is part of the DialoguePerspectives e.V. podcast.

Speakers: Nhi Le, Dan Thy Nguyen, Vu Thanh Van, Vu Van Pham; Editorial team: Hannah Blumas, Angela Mani, Nihal Çalışır; Audio-Edit: Gal Yaron Mayersohn; Film Glitch by Snowflake ©2017 Licensed under a Creative Commons Attribution-Noncommercial (3.0) license; Illustration: Rosa Viktoria Ahlers; Kurator*innen: Jo Frank, Johanna Korneli, Max Czollek | © 2025 DialoguePerspectives e.V. | http://www.cppdnetwork.com

Fishbowl-Diskussion: Wie erinnert sich „Der Osten“?

Fishbowl-Diskussion im Rahmen der Pochenbiennale 2025.
Wie erinnert sich „Der Osten“? In einer offenen Fishbowl-Runde luden wir dazu ein, über Erinnerungskultur zu diskutieren: Wie beeinflussen persönliche Erlebnisse unsere Sicht auf die Vergangenheit? Wie wird Geschichte künstlerisch verarbeitet? Wie bewahren Archive subjektive Eindrücke?

Stimmen aus dem Dokumentationszentrum

Folge 1: mit Hannah Zimmermann

Zeran Osman spricht mit Hannah Zimmermann darüber, wie der Weg hin zu einem Dokumentationszentrum sich entwickelt hat. Außerdem gibt es wissenswertes über den NSU-Komplex, rassistische Strukturen und Kontinuitäten, künstlerische sowie politische Projekte und Umsetzungen, die erinnern, Solidarität mit Betroffenen bedeuten und präventiv aufklären.

Chemnitz erinnert. Vom NSU-Komplex zur Zukunft der Aufarbeitung.

Der NSU im Chemnitzer Fritz-Heckert-Gebiet. Spuren der Gewalt und des Erinnerns.

Arlo Jung - Gedenken als politische Praxis: re:member the future - ein Gedenkort für Chemnitz

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