Angebote für Gruppen
Angebot für Zielgruppen der Polizei und Verwaltung
Zielgruppen:
- Auszubildende für den mittleren Polizeivollzugsdienst
- Studierende im Vorbereitungsdienst für den gehobenen Dienst
- Bedienstete der Polizei im mittleren, gehobenen und höheren Dienst
- Fachlehrer:innen und Dozierende der polizeilichen Aus- und Fortbildungsinstitutionen, sowie Hochschulen
- Weitere Bedienstete aus anderen Teilen der Verwaltung

Bei der Entwicklung unserer Bildungsformate orientieren wir uns an den Schlussfolgerungen, die zahlreiche parlamentarische Untersuchungsausschüsse auf Landes- und Bundesebene erarbeitet haben. Der erste NSU-Untersuchungsausschuss des Deutschen Bundestages erarbeitete 21 Handlungsempfehlungen für die Polizei. Die Aus- und Fortbildung zu Rechtsextremismus und Rassismus solle in Zusammenarbeit mit Zivilgesellschaft und Wissenschaft ausgebaut werden. Die vom Bundesministerium des Innern geförderte „InRa-Studie“ (2026) empfiehlt ebenfalls, dass Antirassismus-, Antidiskriminierungs- und Diversitätskompetenzen verpflichtender Bestandteil der Aus-, Fort- und Weiterbildung von Beamt:innen sein sollten. Daran anschließend wurden unsere Bildungs- und Austauschformate für Zielgruppen aus Polizei & Verwaltung mit verschiedenen Kooperationspartner:innen entwickelt.
Warum sprechen wir vom NSU-Komplex? Was lernen wir aus den Perspektiven der Angehörigen der Mordopfer, der Betroffenen und Überlebenden der NSU-Verbrechen? Warum ist die Aufarbeitung dieser rechten Terrorserie bis heute so wichtig? Diesen und weiteren Fragen widmen wir uns in unseren Bildungs- und Austauschangeboten.
Wir vermitteln die wichtigsten Inhalte zum NSU-Komplex, diskutieren Veränderungsprozesse in staatlichen Behörden und sensibilisieren für die Kontinuität von rechter und rassistischer Gewalt, verschiedenen Diskriminierungsformen und die besondere Rolle der Polizei als staatliche Gewalt in diesem Kontext. Jedes Format gestalten wir anhand der Interessen und Bedarfe der Teilnehmenden.
Angebot:
„Mir hat sehr gut gefallen, dass man über seine persönlichen Eindrücke sprechen und sich austauschen konnte. Dass an die Opfer des NSU gedacht, Einblicke in deren Leben gegeben wird.“ – Anonymes Feedback aus einem unserer Workshops
- Führung mit vertiefendem Gespräch (2-3 Std.)
Die Führung verschafft einen ersten Überblick zum Ansatz des Projekts „Offener Prozess“ zur Aufarbeitung der NSU-Verbrechen. Ziel ist es, anhand der Ausstellung die gesellschaftliche Verwobenheit der NSU-Verbrechen zu verstehen und sich im Anschluss über die eigene Perspektive auf die einzelnen Werke und andere Fragen auszutauschen.
- Workshop(6-8 Std./eintägig oder mehrtägig)
In unseren Workshops werden unterschiedliche Themen vertieft, um den NSU-Komplex und seine Auswirkungen zu verstehen. Im Fokus stehen nicht nur die wichtigsten Fakten zum NSU-Komplex, sondern es geht auch darum, Schlussfolgerungen für den eigenen Dienstalltag zu ziehen.
Buchungen und Rückfragen unter: bildung.polizei@offener-prozess.de
Ansprechpersonen: Elisabeth Desta und Marie-Theres Lewe
Antidiskriminierungsklausel:
Dem Team von „Offener Prozess - ein Dokumentationszentrum zum NSU-Komplex“ ist ein respektvolles und diskriminierungssensibles Miteinander wichtig. Bezüglich Zugangsbeschränkungen, Verhaltensregeln und Aufzeichnungen lesen Sie bitte unsere Hausordnung. Verstöße führen zum Ausschluss aus dem Format.
