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Geschichten der Überlebenden

Der Friseursalon, vor dem die Bombe detonierte, war weit mehr als nur ein Geschäft: Er war ein Ort von Begegnung und Gemeinschaft. Der Film „Der Kuaför aus der Keupstraße“ von Andreas Maus (zu sehen in der Mediathek der Bundeszentrale für politische Bildung) erzählt die Geschichten der Überlebenden und gibt ihnen eine Stimme. Er dokumentiert nicht nur den Anschlag, sondern auch den langen Weg zur Anerkennung als Opfer rechter Gewalt. 

„An einem sonnigen Mittwoch, wir waren nichtsahnend, explodierte die Bombe.
Wir standen, wie sonst immer auch vor dem Laden, weil es drin zu warm war (Kuaför Özkan, ein Friseurladen). An dem Tag waren wir nur zu zweit, ich und Attila.

Wir waren dabei uns zu verabschieden, als die Bombe explodierte.
Überall Flammen, keine Sicht. Blut. Die aus den umliegenden Läden verteilten Wasser und Servietten. Wir saßen nach der Explosion vor dem Laden auf dem Bordstein und nach und nach sah man die Nägel

Durch die Detonation sind viele Scheiben gesprungen, zerplatzt, überall lagen Scherben. Man hörte Schreie, ich hatte eine gerissene Ohrtrommel.
Die meisten von uns haben eine Posttraumatische Belastungsstörung davon, wir wurden kriminalisiert.“

- Abdulla Özkan, Überlebender des Nagelbombenanschlages in der Keupstraße

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