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Zeitzeuginnen-Gespräch mit Gamze Kubaşık, Semiya Şimşek und Christine Werner

In ihrem Buch „Unser Schmerz ist unsere Kraft: Neonazis haben unsere Väter ermordet“ erzählen Gamze Kubaşık und Semiya Şimşek in Gedächtnisberichten,Telefonaten und Chats unmittelbar, wie sie die erschütternden Geschehnisse aus ihrem bisherigen Leben gerissen haben. Die durch ihr Schicksal verbundenen jungen Frauen beschreiben die Zeit nach den Morden und wie sie die Ereignisse danach erlebt haben, aber auch, wie sie miteinander eine Kraft entwickeln konnten, die sie bis heute immer weiter kämpfen lässt: gegen das Vergessen und für eine Zukunft ohne Ausgrenzung. Mit ihrem Jugendsachbuch schaffen sie Raum für Erinnerung, Erschütterung und Ermutigung – und laden ein, sich solidarisch einzumischen.

Gemeinsam mit der Autorin Christine Werner und dem politischen Bildner Ali Şirin klären sie u. a. in Schulen zum NSU-Komplex aus Betroffenenperspektive auf.

Autorinnen: Gamze Kubaşık - Tochter von Mehmet Kubaşık, Semiya Şimşek - Tochter von Enver Şimşek und Christine Werner.

Moderation: Ali Şirin (Kein Schlussstrich Dortmund)

Geeignet ist die Veranstaltung für Schüler:innen ab der 8. Klasse oder ab 14 Jahren. Der Besuch der Veranstaltung ist kostenfrei.
 Eingeladen sind ausschließlich Schulen aus Chemnitz und Umgebung.

Bei Interesse melden Sie sich gern für eine gemeinsame Planung direkt via Email bei Cynthia Zimmermann.

Wann Fr., 25. September, 14:00 - 15:30 Uhr.
Wo Wird bei Anmeldung bekannt gegeben.
Weitere Infos zum Besuch Öffnungszeiten & Anfahrt - Offener Prozess

Foto: Anne Schober

Marie-Theres Lewe und Jörg Kubiessa im Gespräch

Gemeinsamer Austausch: Landespolizei zu Besuch im NSU-Dokumentationszentrum 

Am 10. März besuchte der sächsische Landespolizeipräsident Jörg Kubiessa gemeinsam mit den

Referatsleitern sowie der Leiterin Leitungsstab der Abteilung 3 –
Öffentliche Sicherheit und Ordnung, Landespolizeipräsidium
im Sächsischen Staatsministerium des Innern,

den Dienststellenleitern bzw. deren Vertreter:innen,

dem Rektor der Hochschule der Sächsischen Polizei (FH)

und den Sachbearbeiterinnen der Koordinierungsstelle Extremismusprävention und Demokratiearbeit das Dokumentationszentrum zum NSU-Komplex.

Begrüßt wurden sie unserseits durch die Geschäftsführung, Dr. Nora Krzywinski und Esther Gerstenberg sowie die Teamleitungen Jörg Buschmann und Elisabeth Desta und die Bildungsreferentin Marie-Theres Lewe.  

Kontinuierliche Vernetzung, Austausch und Bildungsarbeit 

Lewe arbeitet seit 2024 maßgeblich an der Vernetzung von Offener Prozess mit Ausbilder:innen und Fachlehrer:innen, sowie Bediensteten aus Polizei und Verwaltung verschiedener Dienstgrade. Ziel ist es, einen Dialog mit Institutionen zu etablieren und anhand der in unserem Haus entwickelten Bildungsmodule den NSU-Komplex aufzuarbeiten. Durch diese Bildungsarbeit sollen zum Beispiel Bedienstete der Polizei für verschiedene Diskriminierungsformen sensibilisiert werden, um Vorurteilen im beruflichen Handeln vorzubeugen und ein diskriminierungssensibles Vorgehen zu stärken. 

©SÄCHSISCHES STAATSMINISTERIUM DES INNERN

Positive Resonanz und Ausblick 2026 

Obwohl das ursprüngliche Modellprojekt im vergangenen Dezember auslief, wird die Zusammenarbeit mit den Behörden auch 2026 weitergeführt. So gab es bisher viele positive Rückmeldungen von Seiten der Teilnehmenden der Workshops und reges Interesse an der Verstetigung der Zusammenarbeit.  

Dies bestätigt auch der Besuch des Landespolizeipräsidenten am 10. März in Chemnitz: Methodik und Inhalt der Ausstellung wurden gelobt und das Zentrieren der Betroffenenperspektive als wichtige Grundlage für die Bildungsarbeit wahrgenommen. Im Vordergrund der Kooperation steht genau das: Der Wechsel von Perspektiven, der Dialog zwischen Zivilgesellschaft und Polizei, sowie das gemeinsame Lernen daraus – mit dem Ziel aus vergangenen Fehlern zu lernen. 

Fortsetzung einer erfolgreichen Reihe 

Der Termin ist die Fortsetzung einer Reihe von Vernetzungstreffen. Bereits im September 2025 diskutierte Carsten Kaempf (Leiter der Polizeidirektion Chemnitz) gemeinsam mit Marie-Theres Lewe, Zeran Osman und Valentin Lippmann auf einem Podium über die Konsequenzen aus dem NSU-Komplex sowie den Umsetzungsstand der Handlungsempfehlungen aus den Untersuchungsausschüssen.

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Johannisplatz 8
09111 Chemnitz
E-Mail: info@offener-prozess.de