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Erste Workshops im Rahmen unseres Modellprojekts zur NSU-Aufarbeitung mit Polizei & Verwaltung haben stattgefunden 

 „Erinnerungskultur ist wichtig.
Bitte kämpfen Sie um die Fortsetzung des Projektes.“

Diese Forderung stammt aus einem anonymen Feedbackbogen nach einem unserer ersten Workshops mit (teilweise angehenden) Bediensteten der Polizei Sachsen.
Die Bildungsangebote werden von der Bundeszentrale für politische Bildung gefördert und basieren auf den fünfzig Handlungsempfehlungen des zweiten Untersuchungsausschusses zur Aufarbeitung der NSU-Verbrechen. Auf dieser Basis ist das Ziel des Projekts, den Dialog zwischen Zivilgesellschaft und Polizei weiter auszubauen und die genannten Zielgruppen nicht nur für die gesellschaftliche Verwobenheit der NSU-Verbrechen, sondern auch Rassismus und Rechten Terror zu sensibilisieren. 

In den ersten Wochen waren bereits um die 100 (teilweise angehende) Beamt:innen bei uns. Sie haben nicht nur das Angebot positiv bewertet, sondern mehrfach betont, wie wichtig die langfristige Etablierung ist, um viele Bedienstete zu erreichen. In den anonymen Feedbacks schrieben sie, dass ihnen die „Zeit und Möglichkeit, sich individuell dem Thema zu nähern, sich damit auseinanderzusetzen und für sich persönlich Schlussfolgerungen zu ziehen“ gut gefallen habe.

Auf die Frage, was Ihnen gefehlt habe, wurden nicht nur Kekse, sondern auch noch mehr Sachverhaltsaufklärung aus polizeidienstlicher Brille gewünscht. Diese Rückmeldungen sind für uns wichtig, um unsere Bildungsangebote für den herausfordernden Alltag der Polizeibediensteten anzupassen und gemeinsam gegen die Gefahren von Rechter Gewalt und Rassismus kämpfen zu können. Damit möchten wir den Forderungen der Angehörigen der zehn Mordopfer nachkommen, die in den Fenstern des Dokumentationszentrums zu lesen sind. 

Aktuell sind wir in der Planung der nächsten Angebote bis Ende des Jahres. Das Modellprojekt ist nur bis Ende des Jahres gefördert und in seinen personellen Ressourcen begrenzt.  Deswegen sind wir schon ausgebucht. Aktuell planen wir weitere Anfragen für das Jahr 2026.  

Sie haben Fragen, Anregungen oder eine Buchungsanfrage?
Hier geht’s zum Projekt.

Die Angehörigen und Überlebenden stehen auf einer Bühne. Abdullah Özkan hält eine Rede

Offener Prozess - Ein Dokumentationszentrum zum NSU-Komplex wurde eröffnet

Livestream kann nachträglich angeschaut werden

Vergangenen Sonntag, am 25.05.2025 wurde wie geplant das Dokumentationszentrum zum NSU-Komplex „Offener Prozess“ eröffnet. Hier finden Sie den Stream zum Nachschauen:

Programm

Begrüßung

Rede | Konsortium 

Reden | Gamze Kubaşık (Tochter von Mehmet Kubaşik); Gemeinsame Rede der Angehörigen und Betroffenen gelesen von Abdullah Özkan (Überlebender und Schwerverletzter des Nagelbomben-Anschlags am 9.6.2004 in der Keupstaße in Köln)

Gespräch | Caroline Keller (NSU Watch) mit Ali Şirin (Kein Schlussstrich Dortmund)

Musikalischer Beitrag | Tayfun Guttstadt 

Grußwort | Dagmar Ruscheinsky (Bürgermeisterin für Soziales, Jugend, Gesundheit, Kultur und Sport der Stadt Chemnitz)

Video-Grußbotschaft | Michaela Moua (Anti-Rassismus-Koordinatorin der EU )

Film | Kurzvorstellung des Dokumentationszentrums

Panel | ZUKUNFTSPERSPEKTIVEN mit Petra Köpping (Ministerin für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt und stellv. sächs. Ministerpräsidentin), Thomas Krüger (Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung), Prof. Dr. Barbara John (Ombudsfrau der Bundesregierung für die Opfer und Betroffenen des NSU) und Robert Kusche (Vorstand des Verbands der Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt (VBRG))

Performance TAKDİR. DIE ANERKENNUNG | Ülkü Süngün 

Musikalischer Beitrag | Tayfun Guttstadt 

Eröffnungsmoment 

–
Moderation: Caroline Galvis, Georg Blokus

Außenansicht des Gebäudes

Eröffnung des Dokumentationszentrums am 25.05.2025

Am Sonntag, 25. Mai 2025, öffnet das Dokumentationszentrum „Offener Prozess“ in Chemnitz feierlich seine Türen. Das Dokumentationszentrum wird ein Begegnungs-, Erinnerungs- und Lernort sein, der Betroffenen rechter Gewalt eine Stimme gibt, die Geschichte des NSU kritisch beleuchtet und den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärkt.

Es dient als eine zentrale Anlaufstelle, um über die Verbrechen des NSU-Komplexes aufzuklären und die Erinnerungen an die Mordopfer und die Betroffenen des rechten Terrors des NSU wach zu halten.

An dieser Stelle möchten wir Sie für die Eröffnungsfeier herzlich einladen und bitten Sie aus Kapazitäts- und Sicherheitsgründen um eine kurze Registrierung.

Ort: Johannisplatz 8, 09111 Chemnitz
Datum: 25. Mai 2025
Uhrzeit: 14:00 – 16:30 Uhr

Anmeldung unter: https://portal.keentix.com/akkreditierung/fAK90oDjPZQ.html

In Gedenken an:
Enver Şimşek, Abdurrahim Özüdoğru, Süleyman Taşköprü, Habil Kılıç, Mehmet Turgut, İsmail Yaşar, Theodoros Boulgarides, Mehmet Kubaşık, Halit Yozgat, Michèle Kiesewetter –
und die Überlebenden und Betroffenen des NSU-Terrors.

Die Eröffnungsveranstaltung am Vormittag können Sie über diesen Link live verfolgen.

Es erwarten Sie Kurzführungen durch die Ausstellung, Gespräche mit dem Team, künstlerische Arbeiten und performative Beiträge.

Zu sehen sind u.a.:

  • Ausstellung „Offener Prozess“
  • Performance „TAKDİR. DIE ANERKENNUNG“ von Ülkü Süngün
  • Installationen und Werke von Talya Feldman, Studio umschichten, Mark Mühlhaus und der Freiraumgalerie Chemnitz
  • Musikalische Beiträge von Tayfun Guttstadt sowie Azmah & Mereum


Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Ihr Team von Offener Prozess

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Johannisplatz 8
09111 Chemnitz
E-Mail: info@offener-prozess.de